Über mich
Schon früh in meinem Leben waren Hunde ein fester Bestandteil meines Alltags.
Das Aufwachsen in ihrer Nähe hat meine Wahrnehmung und mein Verständnis für Tiere nachhaltig geprägt und den Grundstein für meine heutige Haltung gelegt.
Im Laufe der Jahre konnte ich vielfältige Einblicke in unterschiedliche Bereiche des Tierschutzes und der Tierhaltung gewinnen – unter anderem durch Erfahrungen auf Bauernhöfen sowie durch die Auseinandersetzung mit den Lebensbedingungen von Hunden in unterschiedlichen Haltungsformen. Bereits während meiner Schulzeit beschäftigte ich mich intensiv mit dem Thema Hundehaltung und initiierte ein Projekt unter dem Titel „Zwingerhunde – Haushunde“, das auf die Situation von Hunden in Zwingerhaltung aufmerksam machte.
Mein fachlicher Weg führte mich dazu, mich im Bereich Tierschutzpädagogik weiterzubilden. In diesem Zusammenhang verfüge ich über eine Qualifikation als zertifizierte Tierschutzlehrerin des Deutscher Tierschutzbund.
Begleitend dazu habe ich mein Wissen in verschiedenen Fortbildungen, Schulungen und Seminaren vertieft, insbesondere zu den Themen Hundeverhalten, Körpersprache, Kommunikation sowie zu herausfordernden Verhaltensweisen wie Angst und Aggression.
Ergänzend dazu habe ich in der Vergangenheit eine zertifizierte Ausbildung im Bereich Hundetraining absolviert, die meine fachliche Auseinandersetzung mit Hundeverhalten, Lernprozessen und Kommunikation vertieft hat.
Seit vielen Jahren bin ich mit dem Tierschutzverein Oberhausen e.V. verbunden.
Diese langjährige Mitgliedschaft – mit einem besonderen inhaltlichen Schwerpunkt im Bereich Hunde – hat meine Perspektive auf Tierschutzarbeit, Hundehaltung und den Umgang mit verhaltenssensiblen Hunden nachhaltig geprägt.
Prägende praktische Einblicke ergaben sich zudem durch begleitende Tätigkeiten im Ausbildungsumfeld, unter anderem im Zusammenhang mit der ATN – Akademie für angewandte Tierpsychologie, bei denen meine eigenen Hunde als Teil von Lernsituationen eingebunden waren.
Darüber hinaus konnte ich Erfahrungen im Bereich der Tiersicherung sammeln sowie Einblicke in die Arbeit mit Such- und Spürhunden gewinnen. Im Oktober 2023 habe ich in diesem Zusammenhang eine Ausbildung im Bereich Pettrailing/Mantrailing mit meinen Hunden Django und Isy abgeschlossen.
Mein Interesse gilt besonders der Beziehung zwischen Mensch und Hund, dem Verständnis für individuelle Lebensgeschichten sowie der Frage, wie Sicherheit, Orientierung und Vertrauen im Zusammenleben entstehen können.
Dabei ist mir ein respektvoller, achtsamer Blick auf Tier und Mensch gleichermaßen wichtig.
Auch mein Studium der Sozialpädagogik hat meine Perspektive erweitert und meinen Zugang zu pädagogischen Fragestellungen geprägt – insbesondere im Hinblick darauf, wie Wissen empathisch, verständlich und altersgerecht vermittelt werden kann.
Darüber hinaus stehe ich in Verbindung mit verschiedenen Bereichen des Tierschutzes, unter anderem im Kontext von Organisationen wie VEGDOG, was meinen Blick auf strukturelle und organisatorische Aspekte des Tierschutzes erweitert hat.
Diese Seite gibt Einblicke in meinen persönlichen Weg, meine Haltung und die Erfahrungen, die mich im Umgang mit Hunden und im Tierschutz geprägt haben.
Django und Isy
Ein unzertrennliches Duo mit Herz, Ruhe und Abenteuerlust
Django und Isy leben seit vielen Jahren als feste Familienmitglieder bei uns und begleiten unseren Alltag mit ihrer ganz eigenen Art.
Django, ein Kangalmix, wurde in Andalusien geboren und zog im Alter von vier Monaten bei uns ein. Kurz darauf kam Isy, seine treue Begleiterin und „kleine Schwester“, aus Rumänien zu uns. Heute sind sie seit neun beziehungsweise sieben Jahren Teil unseres Lebens.
Von Anfang an bildeten die beiden ein fürsorgliches „Geschwisterpaar“, das sich eng aneinander orientierte und gegenseitig Sicherheit gab. Diese besondere Verbindung prägt ihr Zusammenleben bis heute und macht sie zu einem eingespielten Team im Alltag.
Django zeichnet sich durch seine ruhige Präsenz und seinen wachsamen Blick aus. Er behält gern den Überblick und vermittelt dabei Gelassenheit und Stabilität.
Isy, unsere kleine Königin, überzeugt mit ihrer zurückhaltenden, feinfühligen Art. Sie beobachtet aufmerksam, nimmt Stimmungen wahr und scheint stets ein leises Auge auf das Geschehen und besonders auf die jüngeren Hunde zu haben.
Beide Hunde haben im Laufe der Jahre viele Erfahrungen gesammelt und verfügen über ausgeprägte Fähigkeiten, insbesondere im Bereich der Nasenarbeit. Im Oktober 2023 haben sie gemeinsam eine Ausbildung im Bereich Pettrailing/Mantrailing abgeschlossen. Darüber hinaus zeigen sie Freude an spielerischen Aufgaben, kleinen Tricks und Apportierspielen – wobei Isy es gelegentlich bevorzugt, Django den Vortritt zu lassen und das Ergebnis mit würdevoller Zurückhaltung zu betrachten.
Gerade im Alltag zeigt sich ihre Verbundenheit in vielen stillen Momenten.
Django hat ein feines Gespür für Stimmungen und Situationen entwickelt und ist oft einfach präsent, aufmerksam und ruhig an meiner Seite. Isy ergänzt dies mit ihrer wachsamen Gelassenheit und ihrer leisen Art, Ordnung und Ruhe ins Miteinander zu bringen. Dieses selbstverständliche Zusammenspiel, das über die Jahre gewachsen ist, gibt dem Alltag Struktur, Ruhe und ein Gefühl von Verlässlichkeit.
Django und Isy haben meine Sicht auf Hunde, ihre Kommunikation und ihre individuellen Persönlichkeiten nachhaltig geprägt.
Als meine eigenen Hunde begleiten sie mich nicht in einer Funktion, sondern als verlässliche Gefährten, Lehrmeister und Familienmitglieder.
Wir sind sehr dankbar, diese beiden besonderen Hunde an unserer Seite zu haben.
Momo
Momo, der tapfere Überlebenskünstler, kam als Pflegehund zu uns. Mit seinen geschätzten 10 Jahren sollte er bei uns resozialisiert und dann vermittelt werden. Doch schnell wurde klar, dass Momos Geschichte weitaus komplexer war.
Ein Besuch beim Tierarzt brachte die traurige Gewissheit: Momo litt an einer Herzerkrankung, einer Lungenerkrankung und trug die Spuren eines Geschosses im Nacken. Narben übersäten seinen Körper und erzählten von einem Leben an der Kette in Rumänien. Viel mehr über seine Vergangenheit wissen wir leider nicht.
Der Tierarzt diagnostizierte eine Lebenserwartung von höchstens einem Jahr. Doch Momo hatte anderes im Sinn. Momo hat uns gezeigt, dass wahre Lebensfreude und Kampfgeist jede Diagnose besiegen können. Er ist als Pflegehund ein fester Bestandteil unserer Familie geworden und wir sind unendlich dankbar, dass er seinen Lebensabend bei uns verbringen darf.
Momo wird geliebt und ist eine Inspiration für uns alle. Er ist ein Beweis dafür, dass selbst aus den schwierigsten Situationen etwas Wunderschönes entstehen kann, niemals aufzugeben und immer positiv zu bleiben. Seine Geschichte zeigt uns, dass es nie zu spät ist, Hoffnung zu haben und dass Liebe und Zuwendung Wunder bewirken können.
Momo, du bist ein Held!
Finley
Finleys frühes Leben war von nichts als Schmerz und Angst geprägt. In den ersten Wochen seines Lebens wurde er in Rumänien Opfer brutaler Misshandlung. Schwerverletzt und mit einem fehlenden Auge fand man ihn auf der Straße. Zum Glück entdeckten Tierschützer den kleinen Finley und retteten ihn aus dieser elenden Situation.
Mit vier Monaten kam Finley dann nach Deutschland, voller Hoffnung auf ein besseres Leben. Doch die traumatischen Erlebnisse seiner Vergangenheit hatten tiefe Spuren hinterlassen. In seiner ersten Pflegefamilie konnte man mit seinen Ängsten nicht umgehen, und so musste er erneut Gewalt und Unverständnis ertragen.
Schließlich fand Finley seinen Weg zu uns. Zunächst ängstlich und zurückhaltend, musste er jeden Tag aufs Neue lernen, sich in der Welt zurechtzufinden. Alles und jeder schien ihm eine Bedrohung zu sein. Unser Tierarzt diagnostizierte bei Finley einen Deprivationsschaden, der auf seine frühen Erfahrungen zurückzuführen war. Diese Beeinträchtigung erschwerte es ihm, Vertrauen zu fassen und erklärt seine Angst und sein Misstrauen gegenüber Menschen, anderen Hunden und neuen Situationen. (Mehr dazu könnt ihr auch in meinem Artikel: „Deprivation bei Hunden; was steckt dahinter?“ lesen). Mit viel Geduld, Liebe und Training erarbeiteten wir uns langsam Finleys Vertrauen. Es dauerte fast ein ganzes Jahr, bis er sich sicher genug fühlte, um die Welt um sich herum zu „genießen“.
Heute ist Finley ein fester Bestandteil der Familie und bereichert ihr Leben jeden Tag aufs Neue. Aus dem einst panischen und traumatisierten Welpen ist ein fröhlicher, an Mut wachsender loyaler Begleiter geworden. Er lernt, Vertrauen zu fassen und Liebe zu erfahren, und er genießt immer mehr sein Leben in vollen Zügen.
Danke, Finley, dass du uns zeigst, wie stark Liebe und Hoffnung sein können!
Deprivationsschaden beim Hund
Was steckt hinter diesem Begriff?
Der Begriff Deprivationsschaden taucht in den letzten Jahren zunehmend im Zusammenhang mit auffälligem oder herausforderndem Hundeverhalten auf. Häufig wird er genutzt, um Ängste, Unsicherheiten oder Schwierigkeiten im sozialen Verhalten von Hunden zu erklären.
Doch was genau verbirgt sich hinter diesem Fachbegriff?
Und lässt sich tatsächlich jedes Problemverhalten damit begründen?
Deprivation bezeichnet einen Mangel an wichtigen Erfahrungen in sensiblen Entwicklungsphasen.
Fehlen in dieser Zeit soziale Kontakte, Umweltreize, Sicherheit oder Orientierung, kann sich dies langfristig auf Wahrnehmung, Stressverarbeitung, Lernfähigkeit und Beziehungsaufbau auswirken.
Gleichzeitig ist der Begriff differenziert zu betrachten.
Nicht jedes unsichere oder ängstliche Verhalten ist automatisch auf Deprivation zurückzuführen, und nicht jeder Hund mit schwieriger Vergangenheit entwickelt einen Deprivationsschaden. Individuelle Voraussetzungen, genetische Faktoren und spätere Erfahrungen spielen ebenfalls eine Rolle.
In einem gesonderten Beitrag habe ich mich ausführlicher mit diesem Thema auseinandergesetzt und beleuchte,
- was unter einem Deprivationsschaden verstanden wird,
- wie er entstehen kann,
- welche Auswirkungen möglich sind
- und warum eine vorschnelle Zuschreibung oft zu kurz greift.
Der Artikel dient der fachlichen Einordnung und soll dazu anregen, genauer hinzuschauen und Verhalten nicht vorschnell zu bewerten. Lest mehr in meinem Artikel
News
Fortbildung mit Herz und Verstand
Fachliche Weiterentwicklung und Reflexion haben meinen Weg im Umgang mit Hunden und im Tierschutz über viele Jahre geprägt.
Um Zusammenhänge besser zu verstehen und mein Wissen zu vertiefen, habe ich im Laufe der Zeit an verschiedenen Fortbildungen, Schulungen und Seminaren teilgenommen.
Unter Zertifikate & Bescheinigungen finden sich Einblicke in diese Weiterbildungen, unter anderem zu Themen wie Hundeverhalten, Kommunikation, Lernprozesse, Domestikation und familienorientierte Aspekte des Zusammenlebens mit Hunden.
Diese Fortbildungen haben mein Verständnis für die vielfältigen Verhaltens- und Lernmechanismen von Hunden erweitert – insbesondere im Hinblick auf Tierschutzhunde und ihre individuellen Voraussetzungen.
Sie bilden einen wichtigen Hintergrund für meine Haltung, meine Sichtweise und meine Art, Hundeverhalten einzuordnen und zu reflektieren.